Ehrenamt

Vorbereitung auf ein Ehrenamt in der Hospizarbeit

„Sterbende begleiten lernen“, so lautet die Überschrift des Celler Modells zur Vorbereitung Ehrenamtlicher auf ihren Dienst in der ambulanten Hospizarbeit. Dieses Konzept umfasst Grund- und Aufbaukurs sowie ein mehrmonatiges Praktikum. Ziel des Kurses soll es sein, Sensibilität für den Umgang mit Betroffenen zu entwickeln, Informationen zu erhalten, dem eigenen Umgang mit den Grenzen des Lebens nachzuspüren und eine wertschätzende Haltung dem Sterbenden gegenüber zu erarbeiten.

Die Beschäftigung mit Themen wie Wahrnehmung, Kommunikation, Nähe und Distanz, Motivation, Energieressourcen, Spiritualität, Abschied, Trauer u. v. a. sollen die Teilnehmer des Kurses dazu befähigen, Sterbende und deren Angehörige hilfreich und kompetent zu begleiten oder zu beraten. Sie sollen Raum und Möglichkeit erhalten, das eigene Erleben, Erfahrungen und Prägungen, Wünsche und Ziele zu betrachten und sich mit anderen darüber auszutauschen.

Ehrenamtliches Engagement in der Hospizbewegung erfordert einen guten Stand im eigenen Leben, die Bereitschaft zur Selbstreflexion, die Fähigkeit zur Abgrenzung, Kommunikationsfähigkeit, Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Weltanschauungen und Lebenskonzepten, Kreativität und natürlich freie Zeit für die Begegnung mit Betroffenen.

In Vorbereitung des nächsten Ausbildungskurses, der im April 2011 beginnen wird, laden wir am 20.01.11 um 19.00 Uhr zu einem Informationsabend ein. Dort werden sich die Koordinatorin, die Kursleitung und einzelne Ehrenamtliche der Gruppe vorstellen und aus ihren Aufgabenfeldern berichten. Wir werden über die Richtlinien der Hospizarbeit beim Malteser Hilfsdienst informieren und für alle damit verbundenen Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Interessenten erhalten an diesem Abend einen Fragebogen, mit dem eine Bewerbung für die Teilnahme am Kurs möglich ist.

Im Rahmen einer Auswahltagung am 12.03.11 sollen sich die Bewerber besser kennen lernen und über ihre Motivation und den möglichen Umfang ihrer Mitarbeit ins Gespräch kommen. Eine Einladung dazu erfolgt schriftlich durch die Koordinatorin. Die Auswahl der Kursteilnehmer trifft ein Team aus Koordinatorin, Supervisoren und Ehrenamtlichen.

Die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten in unserem ambulanten Hospizdienst sind vielfältig:
Ehrenamtliche begleiten seit 1992 Sterbende und deren Angehörige in Erfurt. Wir möchten dabei unterstützen, Sterben im häuslichen Umfeld und nach eigenen Vorstellungen zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern wie Krankenhäusern, Palliativstationen, Hospizen, Pflegeheimen, Pflegediensten, Sozialdiensten und Ärzten ist dabei zu einer wichtigen Grundlage geworden. In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Angebote zur Trauerbegleitung etabliert, die von Ehrenamtlichen organisiert, vorbereitet und durchgeführt werden. Darüber hinaus engagieren wir uns in der Öffentlichkeitsarbeit, um aufmerksam zu machen auf die Situation und die Bedürfnisse Sterbender und Trauernder. Wir beraten zu Vorsorgemöglichkeiten oder bieten Fortbildungsveranstaltungen für Pflegekräfte, AZUBIS oder Schüler an.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Britta Kordon
Koordinatorin Hospizarbeit